„Mit Charme und Humor wickelt sie alle um den Finger, die Bühne ist ihr ureigenstes Terrain“. (AZ München)

Spätestens seit ihrem erfolgreichen Debüt an der Bayerischen Staatsoper München als Aspasia in Mozart’s Mitridate 2012 gehört Anja-Nina Bahrmann zu den besten Nachwuchssängern der heutigen Zeit.

Internationale Gastengagements führten die junge deutsche Sopranistin an das Glyndebourne Festival, das Theater an der Wien, den Musikverein Wien, die Münchner Festspiele, die Bregenzer Festspiele (Seebühne Zauberflöte/Pamina 2013,2014 Regie David Pountney), die Deutsche Oper am Rhein, das Staatstheater Wiesbaden, die Oper Dortmund, das Aalto Theater Essen, den Muziekgebouw Amsterdam, das Landestheater Salzburg, das Gärtnerplatztheater München. An der Bayerischen Staatsoper München sang zuletzt 2017 Adele in der Fledermaus unter Kirill Petrenko.  Am New National Theater Tokyo, debütierte sie 2014 unter der Leitung von Bertrand de Billy als Zdenka in Arabella. Mittlerweile ist diese Partie zu einer ihrer Paraderollen geworden, die sie in mehreren Inszenierungen sang, zuletzt im Oktober 2018 in Düsseldorf in der Produktion von Tatjana Gürbaca und unter der Leitung von Axel Kober.

Erste Bühenerfahrungen sammelte die gebürtige Rheinländerin (Siegburg) bereits während ihres Studiums am Aalto Theater Essen, wo sie 2006 in der Titelrolle in Bastien et Bastienne ihr Operndebüt gab. Im Sommer 2006 spielte sie bei den Seefestspielen Mörbisch die Rolle der Juliette in Lehar’s Graf von Luxemburg (DVD) und erhielt im gleichen Jahr ihr erstes Festengagement am Landestheater Linz in Österreich. Dort sang sie von 2006 bis 2009 u.a. Eurydice in Glass’ Orphée, Zerlina in Don Giovanni, Oscar in Un ballo in maschera, Susanna in Le nozze di Figaro sowie die Titelpartie in La Calisto und Zerbinetta in Ariadne auf Naxos.

2008 schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf ab. Von ihrer Lehrerin, der Kammersängerin Jeanne Piland wird sie noch heute stimmlich begleitet. Meisterskurse im Liedgesang bei Irwin Gage, Leonard Hokanson, Matthias Goerne, Ingeborg Most und Christiane Oelze runden ihre Ausbildung ab. Die Stipendiatin der Jütting-Stiftung und der DOMS-Stiftung Basel war Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe wie u.a. beim Internationalen Hilde-Zadek Wettbewerb 2005 in Wien. Ebenfalls 2005 war sie Gewinnerin des Richard Strauss Wettbewerbs und wurde für ihre besonderen künstlerischen Leistungen von KS Brigitte Fassbaender mit der Richard-Strauss-Plakette ausgezeichnet. Seitdem hat sie eine besondere künstlerische Verbindung zu Brigitte Fassbaender und durfte zu Ehren des 150. Geburtstages von Richard Strauss an der Einspielung sämtlicher Lieder mitwirken. Als CD- Box im Handel erhältlich.

Am Theater an der Wien debütierte Anja-Nina Bahrmann während ihres Studiums und Fixengagements, 2007 als Barbarina in Le nozze di Figaro unter Greame Jenkins . Seitdem ist sie öfters Gast im Theater an der Wien. 2009 als Flaminia in Haydn’s Il mondo della luna unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt (DVD); 2011 als Lucia in Britten’s Rape of Lucretia unter der Leitung von Sian Edwards  und zuletzt 2017 als Einspringer in der Rolle der Norina in Don Pasquale. Als Norina sang sie sich bereits 2012 im Cuvilliéstheater München in die Herzen des Münchner Publikums und begeisterte die Kritiker und wurde mit den AZ -Stern ausgezeichnet.

Die persönlich musikalische Arbeit mit Nikolaus Harnoncourt prägte ihre künstlerische Tätigkeit.  Letztes gemeinsames Konzert unter seiner Leitung war 2010 ‚Il Sogno di Scipione‘ im Goldenen Saal des Musikvereins.  Weitere wichtige Konzerte waren u.a. die Wiener Festwochen Eröffnung unter der Leitung von Cornelius Meister, Schumann Faust Szenen in der Hamburger Laizhalle unter Jeffrey Tate, Beethoven C -Dur Messer im Theater an der Wien unter Bertrand de Billy. Anja-Nina Bahrmann widmet sich ebenfalls dem Liedgesang und gab Konzerte u.a. in München, dem Eppaner Liedsommer und den  Strauss-Festspielen, Garmisch.

Seit der Spielzeit 2009/10 gehört Anja-Nina Bahrmann der Volksoper Wien an und konnte dort sukzessive ihr Repertoire erweitern: Adele in der Fledermaus, Rosina in Barbier von Sevilla, Gretel in Hänsel&Gretel, Lauretta in Gianni Schicchi, Pamina in  Zauberflöte, und Konstanze in Entführung aus dem Serail. 2014/15 debütierte sie als Liu in Turandot, Musetta in La Boheme und schließlich als Violetta Valery in La Traviata. Diese Spielzeit ist sie  als Amalia in Verdi’s  I masnadieri, Antonia in Hoffmanns Erzählungen, Pamina in  der Zauberflöte und als La Traviata in Wien zu erleben.